Holzeigenschaften

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Holz ist ein natürlicher Werkstoff

Jeder Baum ist einzigartig und Holz ist ein zeitloses Naturprodukt, welches von physikalischen Grundgesetzen, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, maßhaltig beeinflusst wird. Dieser natürliche und rustikale Charakter, der den besonderen Reiz von Holz ausmacht, bedingt jedoch auch gewisse Einschränkungen bei der Beschaffenheit der Produkte, die bewusst in Kauf genommen werden müssen. Trotz sorgfältigster Materialauswahl müssen bei Holz die dargestellten Besonderheiten, die in der Praxis immer wieder zu beobachten sind, akzeptiert werden. Diese Merkmale sind unbeeinflussbare Eigenschaften des Werkstoffes Holz und können nicht reklamiert werden.

Quellen und Schwinden

Die bekannteste Eigenschaft von Holz ist das Quellen und Schwinden. Durch Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit, das sogenannte Arbeiten, verändern sich die Dimensionen zum Teil erheblich. Frisch kesseldruckimprägnierte Hölzer können während des Trocknens bis zu 10% schwinden. Diese Eigenschaft wird oft unterschätzt und sollte vor allem bei dicht an dicht zu montierenden Hölzern beachtet werden. Aus produktionstechnischen Gründen können die genannten Maße somit geringfügig unter- oder überschritten werden.

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Maserung und Astbildung

Zu den natürlichen Eigenschaften des Naturproduktes Holz gehören Abweichungen in Maserung, Struktur und Wuchs, da jeder Baum einzigartig ist. Das Erscheinungsbild von Holz kann in Bezug auf Ausdrucksstärke der Maserung und Wuchsrichtung variieren. Astbildungen gehören zum natürlichen Prozess des Baumes. Hier bestehen von Holz zu Holz Unterscheide hinsichtlich der Größe und der Anzahl dieser Astbildung. Eine Veränderung durch wachsen, schwinden oder verwerfen ist auch beim Endprodukt, sogar nach Monaten oder Jahren noch möglich. Das macht den speziellen Charme von Holz aus. Diese Erscheinungen sind holzbedingt, denn Holz lebt. Sie stellen weder eine Qualitätsminderung, einen Mangel oder Reklamationsgrund dar.

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Farbunterschiede

Zu den natürlichen Eigenschaften des Naturproduktes Holz gehören Abweichungen in der Farbe. Nach dem heutigen Stand der Technik können gleichmäßige Pigmentierungen aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften, wie Holzfeuchte, Holzart, Temperatur, Standort der Herkunft und wachstumsbedingten Einflüssen nicht gewährleistet werden. Etwaige Farbunterschieden gleichen sich jedoch nach einiger Zeit durch entsprechende Witterungseinflüsse, wie Sonne, Regen und Schnee, an. Diese Erscheinungen sind holzbedingt, denn Holz lebt. Sie stellen weder eine Qualitätsminderung, einen Mangel oder Reklamationsgrund dar.

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Trockenrisse und Verwerfungen

Trockenrisse und Verwerfungen sind ein natürlicher Prozess des Holzes und lassen sich nicht vermeiden. Auch durch sorgfältige Auswahl des Rohmaterials lässt sich dieser Effekt nicht verhindern. Durch seine unregelmäßige Struktur trocknet und schrumpft der Werkstoff Holz nicht gleichmäßig. Länge, Tiefe und Breite der Trockenrisse und Verwerfungen sind grundsätzlich nach DIN 4074 zulässig und unterliegen keinerlei Beschränkungen. Es kann ebenfalls zu leichten Krümmungen und Verdrehungen kommen. Eventuelle nachträglich auftretende Holzrisse sind mit einem geeigneten und bauaufsichtlich in Deutschland zugelassenen Holzschutzmittel nachzubehandeln. Diese Erscheinungen sind holzbedingt, denn Holz lebt. Sie stellen weder eine Qualitätsminderung, einen Mangel oder Reklamationsgrund dar. Diese Eigenschaften beeinträchtigen weder die statischen Eigenschaften noch die Haltbarkeit.

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Raue Oberflächen

Trotz größter Sorgfalt und scharfen Werkzeugen ist es beim Hobeln und Fräsen nicht auszuschließen, dass es zu rauen Oberflächen kommt. Insbesondere im Bereich von Ästen, Kopfrundungen, Kappschnitten oder bei der quer zur Holzfaser gerichteten Bearbeitung sind diese Erscheinungen möglich. Diese Erscheinungen sind holzbedingt, denn Holz lebt. Sie stellen weder eine Qualitätsminderung, einen Mangel oder Reklamationsgrund dar.

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Harzaustritte

Nachträglich auftretende Harzaustritte sind bei Nadelhölzern ein völlig natürlicher Vorgang. Auch bei bereits vorgrundierten Materialien kann Harz aus der Oberfläche austreten. Dieses kann Monate nach der Verarbeitung noch auftreten und ist kein Mangel, sondern eine natürliche Eigenschaft. Harzaustritt hat auf die Stabilität des Holzes keinen Einfluss. Vor allem im Sommer wird der Harz von frischem Holz warm und fließt aus natürlichen, harzgefüllten Hohlräumen, sogenannten Harzgallen. Trockene Harzspuren können einfach mit einem Messer abgeschabt werden. Danach die Harzgallen mit einem Haarföhn erwärmen und flüssigmachen und anschließend das austretende Harz mit einem Lappen auffangen.

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Stockflecken und Schimmelbefall

Kesseldruckimprägniertes Gartenholz, das nach der Produktion verfahrensbedingt eine sehr hohe Feuchte aufweist, neigt in den Lagerpaletten besonders in der warmen Jahreszeit zu Stockflecken und Schimmelbefall. Diese sind jedoch weder holzzerstörend noch beeinträchtigen sie die Festigkeit des Holzes. Durch Bewitterung oder einfaches Entfernen mit einem Tuch oder einer Bürste können diese optischen Mängel häufig beseitigt werden. Wir empfehlen Sichtschutzzäune, welche im unteren Rahmen genutet sind, vor Montage mit Entwässerungsbohrungen auszustatten.

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Salzausblühungen

Bei Salzausblühungen handelt es sich um harmlose, weiß bis grünlich gefärbte Flecken, die durch eine Reaktion mit Imprägniermittel insbesondere im Bereich von Ästen auftreten. Es handelt sich hierbei um austretendes Harz, welches sich mit Inhaltsstoffen der Imprägnierung gemischt hat. Die in der Imprägnierung gelösten Kupfersalze oxidieren an der Oberfläche zu hellgrünen Flecken und wittern nach einiger Zeit ab. Sie können aber auch mit einer Bürste mit weichen Naturborsten entfernt werden. Es handelt sich hierbei also nur um ein vorübergehendes optisches Merkmal durch den Behandlungsprozess und bringt keine negativen Einflüsse auf die Haltbarkeit des Holzes mit sich.

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